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Als im Mai 2003 eine Anfrage aus
Niedersachsen kam, ob das Bayerische Landeszupforchester beim dortigen
Landesmusikfest im September spielen würde, konnte innerhalb von nur
wenigen Tagen geklärt werden, daß sich nicht nur die Leitung des
Orchesters (allen voran Dominik Hackner) sehr gerne dazu bereit
erklärt, sondern auch sehr viele Spieler bereit waren, dort
mitzuwirken. Also wurde ein Konzertprogramm ausgewählt, alle
Teilnehmer angeschrieben, eine Kostenkalkulation aufgemacht, ein Hotel
gesucht, Essen bestellt, ein Probenraum reserviert, telefoniert,
gefaxt, gemailt... und dann war klar:
Wir fahren nach Hildesheim zum Landesmusikfest Niedersachsens, das am
27. und 28. September 2003 stattfinden sollte.
Sehr gut geplant und organisiert
vom dortigen Vorstand wurden wir im Hildesheimer Kreishaus, im dem
auch die Konzerte stattfinden sollten, aufs Freundlichste aufgenommen
und begrüßt; hervorragend untergebracht waren wir im "Gollart's Hotel
Deutsches Haus".
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Der Festakt sah an den zwei
Tagen drei Orchesterkonzerte vor, bei denen neben örtlichen
Musikvereinen (wie der Mandolinen- und Lautenvereinigung
Hildesheim e. V., die hiermit ihr 90-jähriges Bestehen feierten)
das Zupforchester Niedersachsens (Traditionsorchester des
Landesverbandes Niedersachsen im BDZ) und das Niedersächsische
Landeszupforchester unter der Leitung des Landesvorsitzenden
Ulrich Beck mitwirkten. |
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Eine große Erwartungshaltung
wurde uns gegenüber zu Tage gelegt:
Wie im Vorwort der Festschrift zu lesen war, "wird der Auftritt des
renommierten Bayerischen Landeszupforchesters mit international
bekannten Solisten ein besonderes Bonbon sein" (Dr. U. Kumme,
Oberbügermeister und Dr. K. Deufel, Oberstadtdiektor Hildesheim) und
"das BLZO unser Landesmusikfest ganz erheblich bereichern und einen
besonderen künstlerischen Höhepunkt setzen" (Vorstand des
Landesverbandes Niedersachsen im BDZ).
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Im Rahmen des 3.
Orchesterkonzertes spielte das BLZO unter der Leitung vom Dominik
Hackner "Preludio e Fuga" von Claudio Mandonico. Ein kurzweiliges
Stück, das den Einstieg in das eigentliche Hauptwerk liefern
sollte: Das Konzert für Gitarre und Zupforchester "Il sogno del
pesciolino" von Eduardo Angulo. Das mittlerweile zum
"Lieblingsstück" des Orchesters aufgestiegene Werk liefert einen
Höhepunkt nach dem anderen. Zusammen mit dem international
hervorragend angesehenen Solisten Michael Tröster konnte das
Orchester in allen Belangen voll überzeugen und zeigte in den drei
Sätzen "Allegro assai", "Andante" und "Allegro vivace" Zupfmusik
vom Feinsten. Dominik Hackner hatte die Spieler "voll im Griff"
und konnte gerade im letzten Satz einen Sturm entfachen, der beim
Orchester und dem bestens aufgelegten Solisten, unterstützt von
Bastian Brand am Schlagwerk, in einem Feuerwerk der Zupfmusik
gipfelte.
Begeisterte Zuhörer applaudierten minutenlang. Standing ovations
war der Lohn für einen kräftezerrendes, aber herrliches
Konzerterlebnis nicht nur für die Zuhörer, sondern auch für die
Spieler und Spielerinnen. |
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